Dein Weg zum Führerausweis

Ein gutes Sehvermögen ist unerlässlich, um sicher unterwegs zu sein.
Deshalb ist ein aktueller Sehtest Voraussetzung für die Einreichung eines Lernfahrausweis-Gesuchs.
Mach den Test entweder bei einem Augenarzt oder in einem Optikerfachgeschäft.

Was bei einem Unfall mit Verletzten zu tun ist, lernst Du im Nothelferkurs: Hilfe holen, Verletzte richtig lagern, Unfallstelle sichern etc.
Diesen Kurs musst Du absolviert haben, bevor Du dich für die Theorieprüfung anmelden kannst.
Der Kursbesuch darf nicht länger als sechs Jahre zurückliegen. Fahr- und andere Schulen sowie Vereine bieten diesen Kurs an.

Von den 50 Fragen musst Du 90 Prozent richtig ankreuzen. Es gibt verschiedene Methoden, um sich auf die Theorieprüfung vorzubereiten: mit dem Handbuch oder einer CD-Rom der Verkehrsregeln, mit «Bögelen», also dem Durchackern von Übungsfragebogen.
Für die Theorieprüfung online lernen → HIER

Den Lernfahrausweis bekommst Du erst nach bestandener Theorieprüfung und Erreichen des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalters von 18 Jahren. Er ist nur für zwei Jahre gültig! Das Formular kannst du auf der Page des Strassenverkehrsamt Aargau direkt downloaden.

Am Kurs teilnehmen kann nur, wer den Lernfahrausweis besitzt. Der Kurs umfasst acht Stunden resp. vier Lektionen:
Dort lernst Du unter anderem Gefahren frühzeitig wahrzunehmen sowie Dein Verhalten und das Deines Fahrzeugs besser einzuschätzen.

Sobald ich Dir grünes Licht gebe, gehts ab zur Prüfung. Bei der praktischen Führerprüfung fährt ein Verkehrsexperte mit Dir im Auto mit. Der Experte schaut, ob Du dein Fahrzeug beherrschst, die Verkehrsregeln kennst und auch in schwierigen Situationen vorausschauend, rücksichtsvoll und korrekt reagierst.

2 Phasen Ausbildung

Nach Beendigung der ersten Ausbildungsphase (Fahrschule) und das Bestehen der Führerprüfung wird der Führerausweis auf Probe ausgestellt. Die Probezeit beträgt 3 Jahre. Mit der Zweiphasenausbildung wird die Grundausbildung von Neulenker/innen fortgesetzt. Dies geschieht im Rahmen von zwei Weiterbildungstagen von je 8 Stunden. Der erste Kurstag soll innerhalb von sechs Monaten nach dem Bestehen der Führerprüfung besucht werden, der zweite Kurstag nach dem ersten, spätestens drei Jahre nach der Führerprüfung.

Erster Kurstag

Der erste Kurstag soll die Fähigkeit der Kursteilnehmer verbessern, gefährliche Verkehrssituationen bereits vor der Entstehung zu erkennen und zu vermeiden. Drei Fahrerlebnisse stehen im Mittelpunkt: der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, das Bremsen auf trockener und nasser Fahrbahn sowie die Geschwindigkeit in Kurven. Auf unterhaltsame Art werden in praktischen Übungen auf abgesperrten Pisten wichtige Erfahrungen übermittelt und analysiert.

Zweiter Kurstag

Der zweite Kurstag soll das Bewusstsein der Kursteilnehmer für die eigenen Fähigkeiten schärfen, ihren Verkehrssinn optimieren sowie das umweltschonende
und partnerschaftliche Fahren weiter entwickeln. Ein halber Tag wird der sogenannten Feedbackfahrt im reellen Strassenverkehr gewidmet. Mehrere Neulenker unterziehen sich gemeinsam mit einem Moderator der gegenseitigen kritischen Beobachtung. Der andere halbe Tag gilt dem umweltschonenden und treibstoffsparenden Fahren.

Harte Konsequenzen für Säumige

Junglenker/innen, welche die obligatorische Weiterbildung der zweiten Phase nicht rechtzeitig absolvieren und mit einem abgelaufenen provisorischen Führerschein von der Polizei erwischt werden, haben mit drastischen Konsequenzen zu rechnen. Die Bestimmungen sind klar: Die Weiterbildung muss grundsätzlich innerhalb der dreijährigen Probezeit absolviert werden. Ausnahmsweise – beispielsweise wegen Krankheit – kann sie in einer Nachfrist von drei Monaten nachgeholt werden. Wer die Weiterbildung auch während der Nachfrist nicht absolviert, erhält keinen unbefristeten Führerausweis mehr.

Personen, die danach Motorfahrzeuge führen wollen, müssen wieder ein Gesuch um einen Lernfahrausweis einreichen und die ganze erste Ausbildungsphase absolvieren (Theorieprüfung, VKU und praktische Prüfung)!

Wer die Weiterbildung nicht absolviert und nach dem Ablauf des Führerausweises auf Probe ein Motorfahrzeug führt, wird wegen Fahrens ohne Führerschein bestraft. Zudem ist die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises während sechs Monaten nach der Widerhandlung ausgeschlossen.